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Fast täglich erreichen uns Notrufe aus den Bereichen von Leitung-Wasser-Schäden; also Rohrbrüchen. In der Regel sind wir im Raum Koblenz / Mayen / Mülheim Kärlich dann auch binnen 30 Minuten vor Ort. Unser Team versucht alles was geht, diesen Service für Sie aufrecht zu erhalten. Teilweise sind wir dazu aber bis ans Limit gefordert und oft kommt es vor, dass wir Wochen am Stück im Dauereinsatz sind. Dennoch schaffen wir es nach wie vor die 30 Minuten Zusage einzuhalten.

Der anschließende Wiederaufbau hingegen wird zwar auch schnell, jedoch nicht so schnell gemacht. Der Handwerkermangel setzt auch uns zu und so kommt es oft vor dass Baustellen durch schwere Noteinsätze verschoben werden müssen. Dennoch sind wir alles in allem auch im Bereich des Aufbaus sehr schnell, denn in aller Regel benötigen Handwerker derzeit drei Monate um einen Termin zu vereinbaren. Wir beginnen in der Regel binnen einer Woche nach den Trocknungsarbeiten; bei zu vielen Notfällen kann es aber auch mal bis zu vier Wochen benötigen. Dieses stößt oft auf Unverständnis, denn die Bewohner / Mieter / Eigentümer möchten ja wieder in ihr Haus / Wohnung, doch der Handwerkermangel ist leider ein Bundesweites Problem. Heute gehen alle studieren; das Handwerk erlernen möchte kaum noch wer.


Erste Weihnachtsnacht 2019 um 00:39 Uhr

Großeinsatz bei einem Reihenhausbrand in Koblenz - wir sind u.a. mit den Arbeiten vor Ort beauftragt.

Als der Notruf zu dem Großeinsatz in Koblenz -Moselweiss bei uns einging sind wir sofort vor Ort gefahren und haben mit den Arbeiten begonnen. Ausgerechnet in der ersten Weihnachtsnacht brannte es hier und der Brand forderte nebst einen Toten (74 Jahre) auch einen Millionenschaden. Der Bewohner des mittleren Hauses (der fünf Reihenhäuser) konnte nach umfangreichen Arbeiten durch die Feuerwehr, das THW und weiteren Einsatzteams leider nur noch tot geborgen werden. Besonders tragisch: Nur eine Woche später sollte der ehemalige Gärtner der Stadt Koblenz in ein Seniorenheim.

Wie auch die Feuerwehr inzwischen mitteilte, seien vier der fünf Reihenhäuser nicht mehr bewohnbar. Betreten werden dürfen, bis auf weiteres, alle nicht mehr. Die Schadenshöhe? Geht wohl in die Millionen.

Wie der Brand genau ausgebrochen ist, wird derzeit von den Brandexperten noch ermittelt.

Die Löscharbeiten waren für die Feuerwehr keine alltägliche Herausforderung, denn durch die dichte Bebauung konnten die schweren Einsatzwagen nicht bin an den Ort des Geschehens und so mussten viele Wasserschläuche über größere Strecken gelegt werden. Unser kleiner Notdienstwagen, der eigentlich für Notfälle im Stadtgebiet mit schwieriger Parklage angeschafft wurde, konnte durch die Größe bis an das Gebäude heranfahren. Als Erstmaßnahme haben wir, nach den Löscharbeiten, die defekten Dächer der angrenzenden Häuser mit Bitum verschweißt und anschließend mit schwerer Plane überzogen, um weitere Folgeschäden zu verhindern. Aufgrund dessen, dass das Gebäude Einsturzgefährdet ist, war dieses eine nicht gerade ungefährliche oder einfache Aufgabe. Da wir aber unter anderem mit schwerer Kletterausrüstung für die Rettung aus Aufzügen ausgestattet sind, konnten wir diesen Einsatz ohne Personenschaden durchführen.

Einige der großen Löcher wurden in dem Einsatz der Feuerwehr in die Dächer geschnitten, damit die Einsatzkräfte an den Brandherd kommen konnten. Dieses, um ein übergreifen von dem Brand der fünf Reihenhäuser auf weitere Gebäude der Nachbarschaft zu verhindern. Deren Bewohner wurden zur eigenen Sicherheit mitten in der Nacht evakuiert und hatten nur noch die Sachen dabei, die man gerade am Leib hatte, als der Brand begann und die Einsatzkräfte eine Evakuierung vieler Wohnungen anordnen mussten.

Nur durch dass schnelle und professionelle eingreifen der Koblenzer Feuerwehr konnten weitere Personenschäden; als auch Gebäudeschäden; verhindert werden.


Den Stimmen vor Ort, die sagten die Feuerwehr kam zu spät gebe ich mit auf den Weg:

  1. Es kamen Notrufe über einen Wohnungsbrand; nicht über solch eine Katastrophe!
  2. Die betroffenen fünf Reihenhäuser waren für die Rettungswagen der Feuerwehr nicht anzufahren, da hier alles zu verbaut ist. Wasser musste aus teils erheblicher Entfernung beigepumpt werden.
  3. Sofort nachdem die Berufsfeuerwehr erkannte dass hier ein regelrechter Großbrand vorliegt, wurde ein entsprechneder Großalarm ausgelöst. Es kamen daraufhin neben der im Einsatz befindlichen Berufsfeuerwehr Koblenz die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Lay, Karthause, Wache Nord, Arzheim, Ehrenbreitstein und Horchheim. Insgesamt belief sich die Zahl der eingesetzten Kräfte auf 67. Zudem waren Rettungsdienste und das THW im Einsatz. Damit hat die Feuerwehr Koblenz mal wieder gezeigt: Auch mitten in der Nacht; zudem an Weihnachten; sind Großeinsätze der Art auch mit großen Personalaufwand gut zu bewältigen. 



Hier ein SWR Bericht zu dem folgenschweren Brand.